FFP1, FFP2 und FFP3: Schutzklassen im Vergleich

Bis vor einiger Zeit waren Atemschutzmasken im Alltag kein großes Thema. Doch die Corona-Pandemie beeinflusst unseren Alltag stark und bereits seit April 2020 herrscht im öffentlichen Raum in Deutschland Maskenpflicht. Das heißt, dass Mund und Nase an Orten wie im Supermarkt oder in öffentlichen Verkehrsmitteln bedeckt werden müssen.
Das soll in erster Linie dem Fremdschutz gelten. Die Idee ist: Wenn jeder Mund und Nase bedeckt, können keine Aerosole oder Tröpfchen, die Viren wie Covid-19 (Coronavirus) enthalten können, in die Luft geraten. Die Nachfrage für Schutzmasken ist dementsprechend groß.
Doch es gibt mittlerweile zahlreiche unterschiedliche Modelle und Maskentypen. Vor allem die Unterschiede zwischen FFP2 und FFP3 Masken sind oft nicht klar. Vor dem Kauf stellt sich also die Frage: Welche Maske schützt mich und meine Mitmenschen am besten?
Die knappe Antwort: Am zuverlässigsten schützen Masken, die nach der FFP Norm geprüft wurden. Doch was genau bedeutet das und was sind die Unterschiede zwischen FFP1, FFP2 und FFP3?

 

Unterschiede zwischen FFP1, FFP2 und FFP3

Es gibt Masken drei unterschiedlicher Schutzklassen – von FFP1 bis FFP3. FFP dabei steht für „filtering face piece“, was übersetzt so viel wie „filternde Halbmaske“ bedeutet. FFP ist eine Norm, die innerhalb der gesamten EU gilt. Um sicherzustellen, dass die partikelfiltrierenden Halbmasken in Europa zulässig sind, müssen Sie auf die CE-Kennzeichen achten.
FFP-Masken dienen als Gegenstände der persönlichen Schutzausrüstung vor allem dem Schutz des Maskenträgers vor Partikeln, Tröpfchen und Aerosolen. Die Masken sind vom Hersteller als Einwegprodukte vorgesehen. Sie sollten regelmäßig gewechselt und nach Verwendung entsorgt werden. Sie müssen dicht am Gesicht sitzen, um ihre Filtereigenschaft entfalten zu können.
Ob ein Atemschutz der Klasse FFP1, FFP2 oder FFP3 eingesetzt wird, hängt in der Regel besonders vom Arbeitsplatzgrenzwert ab.
Alle drei Maskentypen (FFP1, FFP2 und FFP3) sind partikelfiltrierende Halbmasken. Unter welche der drei FFP-Klassifizierungen eine Atemschutzmaske fällt, hängt von ihrer Filterleistung ab.

 

 

FFP1

FFP2 (ohne Ventil)

FFP3 (ohne Ventil)

Schutz

Vor ungiftigen Partikeln wie Staub

Schutz vor festen und flüssigen gesundheitsschädlichen Partikeln und Aerosolen sowie Schutz vor luftübertragbaren Infektionserregern

Schutz vor festen und flüssigen gesundheitsschädlichen und giftigen Partikeln und Aerosolen sowie Schutz vor luftübertragbaren Infektionserregern

Filterleistung

80 % aller Partikel bis zu einer Größe von 0,6 µm

94 % aller Partikel bis zu einer Größe von 0,6 µm

99 % aller Partikel bis zu einer Größe von 0,6 µm

Gesamtleckage

25 % Mittelwerte nicht größer als 22 %

11 % Mittelwerte nicht größer als 8 %

5 % Mittelwerte nicht größer als 2 %

Einsatz

Arbeit und Umgang mit atemwegsreizenden Gefahrstoffen

Arbeit und Umgang mit atemwegsreizenden Gefahrstoffen, Viren und Bakterien

Arbeit und Umgang mit krebserregenden oder radioaktiven Gefahrstoffen, Viren, Bakterien und Pilzsporen

Schutz vor SARS-CoV-2

X

  • Schutzklasse FFP1 – Es handelt sich um Atemschutzmasken, die vor nicht giftigen Stoffen schützen. Sie filtern mind. 80 Prozent der Partikel bis zu einer Größe von 0,6 µm. Diese Schutzmasken schützen zum Beispiel gegen Partikel aus Zement, Zellstoff, Pollen und Kalkstein.
  • Schutzklasse FFP2 – Eine solcher Mundschutz eignet sich für alle Umgebungen, in denen gesundheitsschädliche Stoffe zu finden sind. Er filtert mind. 94 Prozent der Luftpartikel bis zu einer Größe von 0,6 µm.
  • Schutzklasse FFP3 – Die Schutzklasse FFP3 bietet Schutz bei hohen Belastungen in der Luft, beispielsweise vor gesundheitsschädlichen, toxischen Stoffen. Sie ermöglicht 99 Prozent Filterleistung von Partikeln bis zu einer Größe von 0,6 µm.

Weitere Kennzeichnungen auf FFP-Masken

Kennzeichen „R":

Der Aufdruck des Buchstaben „R“ auf einer Schutzmaske bedeutet „reusable“, also auf Deutsch „wiederverwendbar“. Es gilt jedoch zu beachten, dass eine mehrfache Verwendung nur dann sinnvoll ist, wenn die Atemschutzmaske ordnungsgemäß getragen wird und zu keinem Zeitpunkt der Innenbereich der Maske z. B. durch falsches Ausziehen verunreinigt wird.

Kennzeichen „NR":

Die Kennzeichnung “NR” (engl. „not reusable”) gibt genau das Gegenteil an: Diese Maske darf nicht wiederverwendet werden. Eine Atemschutzmaske mit einer “NR” Kennzeichnung ist eine klassische Einwegmaske, die nach einmaligem Tragen entsorgt werden muss. Nur so ist ein Schutz gegen gesundheitsschädliche Stoffe gewährleistet.

Kennzeichnung „V":

Atemschutzmasken können in zwei Kategorien aufgeteilt werden: Masken mit Ausatemventil und Masken ohne Ausatemventil.
Die Variante mit Ventil bietet verbesserte Atemwiderstände und sorgt für ein angenehmeres Tragegefühl. Die Variante ohne Ventil bietet jedoch besseren Schutz, da durch das fehlende Ventil keine Aerosole die Maske verlassen können. Somit sind sie perfekt für die Nutzung in Infektionsgebieten (Krankenhäusern, Altenheimen, Bürogebäuden) geeignet.

 

FFP und Corona

Hinweis: Wenn Sie eine FFP Maske zum Schutz gegen Corona kaufen, ist es sehr wichtig, darauf zu achten, dass die Maske nicht über ein Ausatemventil verfügt. Durch dieses Ventil würde die Atemluft des Trägers ungefiltert in die Luft geraten. Die FFP2 Maske mit Ventil würde Sie weiterhin vor einer Ansteckung mit Krankheiten schützen. Im Fall, dass Sie selbst das Coronavirus in sich tragen, wäre Ihre Umgebung aber nicht vor einer Infektion geschützt.

 

Die richtige Schutzklasse für Sie

Nach einem Vergleich von allen Masken ist klar: Den besten Schutz bieten eindeutig die FFP zertifizierten Masken. Vor allem der Unterschied zwischen FFP1 und FFP2 ist jedoch sehr groß. Die geringere Filterleistung der FFP1 Masken sorgt dafür, dass sie nicht gegen Viren und Bakterien schützt und somit nur als Schutzkleidung zulässig ist, wenn die Arbeitsschutzmaßnahmen das ganz klar vorschreiben. Der Unterschied zwischen FFP2 und FFP3 Masken ist etwas geringer und daher nicht wirklich von Bedeutung, was den Schutz vorm Coronavirus angeht.
Insbesondere FFP2 Masken sind für den Alltag sinnvoll. Diese können zum größten Teil gewährleisten, dass sowohl der Träger als auch sein Umfeld vor einer Infektion mit Corona geschützt sind. Im Vergleich zwischen FFP2 und FFP3 Masken haben FFP3 Masken zwar eine noch höhere Filterleistung, doch da bereits die Filter der FFP2 Masken zuverlässig schützen, sollten die FFP3 Modelle weiterhin eher als Laborausrüstung genutzt werden.
Eine gute Alternative zur FFP2 Maske ist auch die KN95 Maske.

Vorsicht vor Fälschungen

Mit der Corona Krise sind auch viele gefälschte Masken auf den deutschen Markt gekommen.
Diese entsprechen allerdings nicht den geltenden Normen der EN149:2001 und dürfen im Arbeitsschutzbereich unter keinen Umständen verwendet werden.
Die Masken sind von minderer Qualität und schützen nicht zuverlässig gegen die giftigen Partikel, die normalerweise von FFP2 und FFP3 Masken abgehalten werden.

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